Echt oder gefälscht?

Wir helfen bei der Aufklärung von Kunst- und Dokumentenfälschungen

Papier ist für gewöhnlich ein preiswertes Massenprodukt. Es kann aber in speziellen Fällen als Träger von Kunstwerken oder historisch wichtigen Dokumenten auch einen großen finanziellen und ideellen Wert besitzen und dadurch das Interesse von Fälschern wecken.

Um die Frage „Echt oder gefälscht?“ zu beantworten, setzen wir neben bekannten klassischen Papieranalyseverfahren, beispielsweise der mikroskopische Nachweis bestimmter Faserstoffe bzw. mineralischer und chemischer Papierinhaltsstoffe zur Eingrenzung des Papierherstellungszeitraums, gemeinsam mit Partnern modernste bildanalytische und spektroskopische Messverfahren ein.

  • Mit unserem Bildanalysesystem DOMAS können bestimmte wellenlängenbezogene Papiermarkierungen herausgefiltert werden. Über eine historische Einordnung derartiger Strukturen sind Kunstfälschungen auf Papier schnell und zerstörungsfrei nachweisbar.
  • In Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Kunsthistoriker haben wir die Möglichkeiten der Strukturanalyse an Papieren zur Überprüfung von Datierungen oder dem Aufdecken von Plagiaten weiterentwickelt.
  • Mit modernen bildgebenden spektroskopischen Messmethoden wie IR-, NIR- und Ramanspektroskopie lassen sich chemische „Fingerabdrücke“ von Papieren erstellen, die zur genauen eindeutigen Identifizierung und Authentifizierung von Papieren genutzt werden können.
  • In Zusammenarbeit mit dem Leibniz-Labor für Altersbestimmung und Isotopenforschung an der Christian-Albrechts-Universität in Kiel wurde die 14C-Methode weiterentwickelt, so dass die Altersbestimmung jetzt an nur wenigen Milligramm Material möglich ist.