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Geförderte Innovationen & Weiterbildung bei der PTS!

Forschungszulagengesetz (FZulG) und Innovationsgutscheine schaffen neue Anreize für Unternehmen in Forschung zu investieren

Mit dem neuen Forschungszulagengesetz (FZulG) hat die Bundesregierung 2020 eine völlig neue Form der Finanzierung von Forschung in und für Unternehmen gesetzlich festgeschrieben. Das FZulG schafft erstmalig einen Rechtsanspruch auf die Erstattung von Aufwendungen für Forschung und Entwicklung. Anspruchsberechtigt sind alle Unternehmen, die in Deutschland steuerpflichtig sind. Die Forschungszulage wird die festgesetzte Einkommen- oder Körperschaftsteuer angerechnet. Soweit die Forschungszulage die festgesetzte Einkommen- oder Körperschaftsteuer übersteigt, wird der übersteigende Betrag auch ausgezahlt. Auch die Zusammenarbeit mit der PTS im Bereich der Auftragsforschung können kmU und auch Großunternehmen oder Start-ups nutzen, um die Forschungszulage zu beantragen. Es sind allerdings nur F&E Projekte förderfähig, die bestimmte formelle Voraussetzungen aufweisen: genau definierte unteilbare Aufgabe, klar festgelegte Ziele, konkrete Vorgaben zur Feststellung der Ergebnisse und weitere Anforderungen sind zu erfüllen.
 
Forschungs- und Entwicklungsprojekte sind förderfähig, wenn sie zu einer oder mehreren der folgenden Kategorien gehören:

  • Grundlagenforschung
  • Industrielle Forschung
  • Experimentelle Entwicklung

 
Konjunkturpaket verdoppelt Forschungszulage auf 1 Mio € pro Jahr

Das FzulG sieht vor, dass ein Unternehmen jährlich 2 Mio € mit einer Quote von 25% anrechnen lassen kann. Bei Auftragsvergabe von Forschungsleistungen an Forschungsstellen wie die PTS sind 15% des Gesamtauftrages anrechenbar. Das Konjunkturpaket der Bundesregierung sieht vor, die Forschungszulage von 500.00 € auf 1 Mio € zu erhöhen, sowie die Bemessungsgrenze der Projektkosten von 2 Mio € auf 4 Mio € zu verdoppeln.
 
Um die Forschungszulage zu erhalten ist zunächst ein Antrag auf Erteilung bei einer Bescheinigungsstelle zu stellen. Diese Bescheinigungsstelle soll planmäßig im Juli 2020 benannt werden. Die Bescheinigungsstelle prüft, ob die Voraussetzungen zur Anrechnung inhaltlich erfüllt sind und stellt dem Unternehmen Bescheinigung über das Vorliegen eines begünstigten Forschungs- und Entwicklungsvorhabens aus.

In einem zweiten Schritt ist die Forschungszulage bei dem für die Besteuerung des Anspruchsberechtigten nach dem Einkommen zuständigen Finanzamt zu beantragen. Die Antragstellung erfolgt unabhängig von der Steuererklärung. Das FZuIG soll der deutschen Wirtschaft neue Impulse geben, indem die Kosten für Forschung und Entwicklung gesenkt werden und dadurch der Standort Deutschland für innovative Unternehmen attraktiver wird. Wir beraten Sie gerne, unter welchen Voraussetzungen sie die Zusammenarbeit mit der PTS nutzen können, um die Forschungszulage zu beantragen.
 
Projektbezogene Förderung für den Mittelstand, Start-ups F&E-Neulinge und Großunternehmen im ZIM
 
ZIM steht für zentrales Innovationsprogramm Mittelstand. Klein- und mittelständige Unternehmen nutzen diese Form der Projekt bezogenen Förderung seit vielen Jahren. Die PTS bearbeitet jährlich 5-10 ZIM-Projekte und ist Mitglied in mehreren ZIM-Kooperationsnetzwerken. Für die Unternehmen übernehmen wir in der Antragsphase einen Großteil der Antragsvorbereitung und stimmen gemeinsam das Arbeitsprogramm ab. Neu im ZIM ist, dass auch Großunternehmen von dem Programm profitieren können, wenn Sie mit mindestens einem kmU zusammenarbeiten. Auch ist es nun möglich auch Durchführbarkeitsstudien zur Vorbereitung eines folgenden F&E-Projekts zu beantragen. Die Förderquote beträgt je nach Unternehmensgröße 50-70%. Für Durchführbarkeitsstudien sind die Kosten eines Unternehmens bis zu 100 000 Euro zuwendungsfähig. Bei in Kooperation von mehreren Unternehmen durchgeführten Durchführbarkeitsstudien sind die zuwendungsfähigen Kosten für die Gesamtstudie auf 200 000 Euro begrenzt.

Durchführbarkeitsstudien richten sich insbesondere an:

  • Kleinstunternehmen: unter 10 Beschäftigte
  • Junge Unternehmen: Gründung innerhalb der letzten zehn Jahre
  • Erstbewilligungsempfänger: kmU, die bislang für ihre F&E-Projekte keine ZIM-Förderung und keine Förderung in anderen Bundes-, Landes- oder EU-Förderprogrammen in den letzten drei Jahren erhalten haben

Neben dem ZIM-Programm stehen Unternehmen weitere Unterstützungsmöglichkeiten zur Verfügung, anteilig Aufwendungen für Forschung und Entwicklung geltend zu machen. Die PTS berät Unternehmen auch in der Antragstellung und Durchführung von länderspezifischen Innovationsgutscheinen. Diese Instrumente ermöglichen Unternehmen unkompliziert und schnell Produktentwicklung und Markteinführung einzelbetrieblich oder auch in Kooperation mit anderen Unternehmen voranzutreiben.

 

Profitieren Sie mit geförderter Weiterbildung!

Für alle sächsischen Unternehmen bietet sich zudem die Möglichkeit, Weiterbildung über die Sächsische Aufbaubank (SAB) fördern zu lassen. Finden Sie weiterführende Informationen unter Weiterbildungsscheck der SAB und in der Übersicht SAB Weiterbildungsscheck betrieblich.