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Bioökonomie startet in Mitteldeutschland durch: Zusammenarbeit von BioEconomy HUB Leuna und PTS

Bereits in der PTS-News 1/2020 hatten wir ausführlich über die Rolle der Bioökonomie in Deutschland berichtet. Motiviert durch den Kohleausstieg wird der bioökonomische Strukturwandel bereits jetzt unter Anderem in ehemaligen Kohlerevieren Wirklichkeit. Hierfür entstehen deutschlandweit Modellregionen.

Eine davon ist in Mitteldeutschland, genauer in Sachsen-Anhalt zu finden. Als eines der vom Strukturwandel stark betroffenen Bundesländer ist der Bedarf für wirtschaftliche Innovationen besonders hoch. Gleichzeitig ist aber auch die Innovationskraft bedingt durch die langjährige Expertise im Chemiebereich groß. Diese Konstellation wird nun die Basis dafür bilden, Lösungen für die Fragen und Herausforderungen des Strukturwandels zu finden und diesen gewissermaßen als Chance zu einer positiven Veränderung umzugestalten.

Als erster Vorstoß dieser „Modellregion nachhaltige Chemie“ werden das BioEconomy Cluster in Halle gemeinsam mit dem Fraunhofer CBP einen BioEconomy HUB einrichten. Ziel des HUBs wird es sein, als Technologie- und Dienstleistungszentrum Demonstrationsanlagen und den projektbezogenen Betrieb zur Arbeit mit biogenen Materialien bereitzustellen und auf diese Weise die Realisierung innovativer Geschäftsideen zu fördern. Im Themenfokus steht dabei die chemische und biotechnologische Konversion von nachwachsenden Rohstoffen aber auch periphere Fragestellungen wie Rohstofflogistik oder -aufbereitung. Hierzu sollen neue Anlagen installiert aber auch die vorhandene Infrastruktur der unterschiedlichen über ganz Mitteldeutschland verteilten Partner stärker vernetzt werden.

Auf diese Weise soll jungen Unternehmen die Möglichkeit gegeben werden, Innovationen bis zur industriellen Reife zu entwickeln. Die PTS fungiert in diesem Netzwerk als starker Partner. Sie wird in erster Linie als Dienstleister auftreten und ihr infrastrukturelles Portfolie mit der zugehörigen Wissensbasis, etwa im Bereich der Rohstoffaufbereitung oder Materialentwicklung, aber auch in Kreislaufwirtschaftsthemen zur Verfügung stellen, um Schlüsselinnovationen der Bioökonomie zu generieren und so den Strukturwandel in Mitteldeutschland aktiv mitzugestalten.

Dr. Martin Zahel,

martin.zahel@ptspaper.de