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FPT-Studie zu biobasierten Hilfsstoffen für die Papierindustrie

Papier ist ein vergleichsweise nachhaltiger Werkstoff, der auf erneuerbaren Rohstoffen basiert. Dennoch besteht Veränderungsbedarf, um die energieintensive Papierindustrie erfolgreich in eine kohlendioxidarme Bioökonomie zu transformieren. Ein Hebel hierfür ist die Vermeidung von Rohstoffen fossilen Ursprungs. Die Nutzung solcher Rohstoffe betrifft in der Papierindustrie vorrangig Hilfsstoffe und Additive. Doch lassen sich Papiere und Papierprodukte auch 100% biobasiert herstellen? Gemeinsam mit der Forschungsvereinigung Papiertechnik e.V. (FPT) hat die PTS zur näheren Betrachtung dieser Fragestellung jüngst die Studie „Bio-Based Additives and Auxiliaries for the Paper Industry“ fertiggestellt.

Mehrwerte für Forschungsvereinigung Papiertechnik e.V. (FPT) Mitglieder:

• Netzwerkplattform für alle Unternehmen im Wertschöpfungsnetzwerk "Papier" und darüber hinaus

• Kostenlose und bevorzugte Teilnahme an Forschungsforen & projektbezogenen Gremien

• 10 % Rabatt auf das umfangreiche Weiterbildungsangebot: • PTS Streichfarben-Symposium 2021 -

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• Alle Veranstaltungen unter www.ptspaper.com/events

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• Teilnahme am jährlichen Netzwerktag • Zugang zu Forschungsergebnissen, Informationen und Studien "Vertretung von Gründern bei Normungsthemen "Teilnahme an Forschungsstudien

In der erarbeiteten Studie wurde das Potenzial für den Einsatz biobasierter Rohstoffe in Produkten und Prozessen der Papierherstellung und -verarbeitung diskutiert. Die Studie hat den Charakter einer technologischen Machbarkeitsstudie und betrachtet einzelne Rohstoffbasen und die daraus extrahierbaren bzw. direkt einsetzbaren Additive vor dem Hintergrund einer Substitution etablierter fossiler Materialien.

Im Rahmen des ersten Teils dieser Studie wurden verfügbare Marktdaten zum Einsatz bestimmter Additive entlang der Wertschöpfungskette genutzt, um den Mengenbedarf an biobasierten Rohstoffen abzuschätzen. Gerade vor dem Hintergrund saisonaler Schwankungen und möglicher Nahrungsmittelkonkurrenz ist dieser Punkt von großer Bedeutung. Rohstoffspezifika und Eigenschaftsprofile für verschiedene Stoffklassen wurden detailliert herausgearbeitet und mögliche Einsatzgebiete untersucht.

 

Abschließend wurde für ausgewählte Prozesschemikalien und Hilfsstoffe im Wet End und in der Verarbeitung eine Zusammenstellung des Status Quo beim Einsatz von biobasierten Rohstoffen und fossilen Rohstoffen sowie der Anwendungsmöglichkeiten von biobasierten Rohstoffen vorgenommen.

Um den Übergang zu biobasierten Hilfsstoffen erfolgreich zu gestalten, können als Ergebnis der vorliegenden Studie folgende Handlungsempfehlungen für Lieferanten, Papierhersteller und Verarbeiter formuliert werden:

• Konventionelle Zusatz- und Hilfsstoffe in der Papierherstellung sollten durch leistungsfähige Varianten auf Basis nachwachsender Rohstoffe ersetzt werden.

• Dabei muss die Recyclingfähigkeit der neu entwickelten Produkte als vorrangiges Ziel sichergestellt werden.

• Es sollten geeignete Geschäftsmodelle entwickelt werden, um eventuelle Mehrkosten zu kompensieren. Dies kann durch gutes Marketing oder durch die Lösung eines übergeordneten Problems erreicht werden.

Dr.-Ing. Tiemo Arndt,

tiemo.arndt@ptspaper.de

Dr. Martin Zahel,

martin.zahel@ptspaper.de

Dr. Marcel Haft,

marcel.haft@ptspaper.de