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PTS konzentriert ihre Aktivitäten in Heidenau

Der Stiftungsrat der Papiertechnischen Stiftung (PTS) hat auf seiner Sitzung am 10. Februar 2017 einstimmig beschlossen, den Standort in München im 1. Halbjahr 2018 zu schließen und den Standort in Heidenau weiter zu entwickeln. Die Kosten für den Unterhalt zweier Standorte, insbesondere die hohe finanzielle Belastung durch das Institutsgebäude in München, haben die Existenz der Stiftung gefährdet und diesen schmerzhaften Schritt erzwungen.

Die PTS hat seit 2009 auf die Umbrüche in der Papierindustrie,  das ungünstige wirtschaftliche Umfeld und den erschwerten Zugang zu wichtigen Forschungsförderprogrammen mit einer Reihe von strukturellen und personellen Anpassungen reagiert. Trotz des großen Engagements von Management und Belegschaft, das vom Stiftungsrat ausdrücklich anerkannt wird,  konnte die Verlustsituation nicht in eine dauerhaft stabile Geschäftsentwicklung gedreht werden.

Die Konzentration auf einen Standort soll für die Kunden und Partner der PTS möglichst viel Kompetenz und Nutzen erhalten. Materialprüfungen und analytische Dienstleistungen werden schon seit vielen Jahren überwiegend in Heidenau bearbeitet, daher ist die Integration der Münchner Laboratorien eine sinnvolle Ergänzung. Die Möglichkeiten für Entwicklungsarbeiten zum Thema Streichtechnik werden im Heidenauer Technikum ausgebaut, da eine Umsetzung der Versuchsstreichanlage VESTRA von München nach Heidenau nicht wirtschaftlich durchführbar ist. Wir werden den Versuchsbetrieb der VEASTRA in gewohnter Qualität bis in das erste Quartal 2018 durchführen.

Ebenfalls weitergeführt wird der Geschäftsbereich Verpackung & Konformität, wobei möglichst viele Synergien mit den anderen Geschäftsbereichen angestrebt werden. Die Aus- und Weiterbildung bleibt eines der zentralen Stiftungsziele der PTS. Der Wegfall der Seminarräume in München erfordert allerdings eine Überarbeitung des Angebotes. Insbesondere soll die gerätetechnische Ausstattung in Heidenau stärker einbezogen und das Portfolio dadurch praxisorientierter gestaltet werden. Geplant ist zudem der weitere Aus- und Aufbau von Kooperationen mit Hochschulen, Universitäten und anderen Ausbildungsinstituten.

So sehr Stiftungsrat und Vorstand der PTS diese Entwicklung bedauern, so sehr sind sie davon überzeugt, dass der Standort in Heidenau der deutschen Papierindustrie von großem Nutzen sein wird und der dortigen Belegschaft attraktive und zukunftssichere Arbeitsmöglichkeiten bietet. Bei der Schließung des Münchner Standortes sollen betriebsbedingte Kündigungen vermieden und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Chance eingeräumt werden, in Heidenau weiter für die PTS zu arbeiten.