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3-D-formbare Nassvliese: höhere Drapierbarkeit durch Wasserstrahlbehandlung

In dem Forschungsrojekt „3-D-formbare Nassvliese“ erforschte ein Konsortium aus PTS und LCC die Erhöhung der Drapierbarkeit von Nassvliesen mittels Wasserstrahlbehandlung . Ziel war es herauszufinden, inwieweit die Drapierbarkeit von Nassvliesen durch gezielte Strukturbeeinflussung im makroskopischen (Faserart und -zusammensetzung) und mikroskopischen Bereich (Bindungspunkte, Bindesystem) verbessert werden kann. Hierbei sollte insbesondere die Wasserstrahlbehandlung der Nassvliese inline an der Papiermaschine genutzt werden, um die Morphologie und Bindungspunkte im Fasergelege zu verändern

Die Ergebnisse des Projektes bestätigen die Eignung des Papiererzeugungsprozesses für die Herstellung von Halbzeugen für faserverstärkte Kunststoffe. Hinsichtlich der Umform- bzw. Drapierbarkeit in hochgradig 3-dimensionale Geometrien zeigen sich unter Verwendung von thermoplastischen (PA6) Bindefasern erhebliche Potenziale. Eine Anwendbarkeit für komplexe Geometrien ist gegeben, die bisherige Einschränkung auf einfache Geometrien entfällt. Des Weiteren konnte nachgewiesen werden, dass sich diese Nassvliese durch eine zusätzliche Wasserstrahlbehandlung weiterverfestigen lassen, ohne die Dehnbarkeit und damit die Umformbarkeit unzulässig einzuschränken. Dies bietet Möglichkeiten hinsichtlich der Minimierung von Falten und erleichtert die Handhabung der Halbzeuge.

Das IGF-Vorhaben 18697 BG der kooperierenden AiF-Forschungsvereinigungen PTS und FSKZ wurde über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert. Dafür sei an dieser Stelle herzlich gedankt.