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„Titan-Papier-Stromverteiler“: PTS nominiert für Otto von Guericke-Preis 2021

Mit dem Forschungsprojekt „Entwicklung poröser papiertechnisch hergestellter Titan-Stromverteiler für die PEM-Elektrolyse“ haben es Franziska Bauer und Stefan Knohl es ins Finale unter die Top3 des Otto von Guericke Preises geschafft. Mit dem Otto von Guericke-Preis zeichnet die AiF das IGF-Projekt des Jahres aus. Er wird seit 1997 vergeben und ist mit 10.000 Euro dotiert. Mit dem Preis würdigt die AiF Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF).

Im Rahmen der deutschlandweiten Energiewende müssen Anlagen zur Stromerzeugung aus regenerativen Energiequellen kontinuierlich ausgebaut werden, um die geforderten Minderungsziele beim CO2-Ausstoß erreichen zu können. Zusätzlich muss neben der elektrischen Versorgung auch in anderen Sektoren, wie z. B. der Mobilität oder der chemischen Industrie Energie auf Basis erneuerbarer Quellen zum Einsatz kommen. Hier empfiehlt sich Wasserstoff als Energieträger, welcher per Wasser-Elektrolyse bei einem Stromüberangebot erzeugt wird. Die großtechnische Verbreitung dieser Technologie erfordert jedoch u. a. kostengünstige Elektrolysesysteme. In der aufgeführten Kostenverteilung einer PEM-Elektrolysezelle machen die Stromverteiler den dominierenden Anteil aus. Im Projekt „Titan-Papier-Stromverteiler“ wurden metallische sinterfähige Papiere auf Basis von Titan entwickelt. Das im Projekt angestrebte Ergebnis der Herstellung eines papierabgeleiteten Titan-Stromverteilers mit marktvergleichbarer Performance während der Elektrolyse und einer signifikanten Kostensenkung in der Herstellungstechnologie konnte erfolgreich umgesetzt werden.

Abb.1: Auswahl

Abb.2: REM-Querschnitt eines mit Titan gefüllten Spezialpapieres