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PTS Weihnachtsaktion 2021: Positive Erinnerung für Kinder und Jugendliche & Aufbauunterstützung Niedermühle Hirschgrund

Die mittlerweile zur Tradition gewordene PTS Weihnachtsaktion unterstützt auch in diesem Jahr wieder regionale sinnstiftende Initiativen mit einer Spende, anstatt dieses Budget für den Versand von Weihnachtskarten zu verwenden.
Diesmal unterstützt das PTS Team die Johanniter Einrichtung Lacrima Dresden, welche Kindern und Jugendlichen bei der Trauerbewältigung beisteht, sowie die Niedermühle Hirschgrund in Reinhardtsdorf-Schöna, die bei den Unwettern im Juli 2021 stark beschädigt wurde, jeweils mit 600 €.

Lacrima – Trauerbegleitung für Kinder in der Region Dresden

 

Lacrima bietet trauernden Kindern und Jugendlichen eine geschützte und vertrauensvolle Umgebung, die ihnen hilft, ihren ganz persönlichen Trauerweg zu finden.

Der Verlust eines Elternteils, eines Geschwisters oder eines anderen geliebten Menschen durch den Tod ist für Kinder und Jugendliche ein schwerer Schock. Die Johanniter begleiten Kinder und Jugendliche und helfen ihnen, ihren Schmerz und ihre Trauer in den verschiedenen Trauerphasen zu leben und zu verarbeiten.

Das Lacrima Team bietet hierfür ein kostenloses Angebot für Eltern und Kinder in verschiedenen Altersgruppen an, die sich in einer gleichen Lebenssituation befinden, um in einer geschützten Umgebung Ihre Erfahrungen sowie Gefühle zu teilen und darüber zu sprechen. Robert Dietsche, Koordinator des Projektes Lacrima bei den Johannitern, betont dabei, dass das Treffen und Austauschen der Kinder, die sich in einer gleichen Lebenssituation befinden, für die Teilnehmenden besonders wichtig ist und bei der Trauerbewältigung eine tragende Rolle einnimmt.

Die Kinder und Jugendlichen werden in diesem Prozess von geschulten ehrenamtlichen Mitarbeitern betreut und begleitet, der ca. 6 bis 12 Monate dauern kann, aber durchaus auch über Jahre andauert. Die Gruppenbetreuer ermutigen die Kinder und jungen Jugendlichen Ihre teils diffusen und unterschiedlichen Gefühle zu zeigen, darüber zu sprechen und auch auszuleben. Mit Hilfe von kreativen und aktiven Aufgaben, wie malen, basteln, spielen oder toben gelingt es sich dem Thema Tod spielerisch anzunähern.

 

Bilder: Kindergruppe und Betreuung (©Tobias Ritz)

Dabei bietet die Lacrima Einrichtung angenehm eingerichtete Räume und eine angepasste Ausstattung, um für jede Gefühlslage den richtigen Ort anzubieten. Im Tobe-Raum können Wut und Aggression rausgelassen werden, wohingegen im Gruppenraum sowie im Elternkaffee mit Spielen und gemütlicher Ruhe-Ecke Gefühle in ruhiger Atmosphäre ausgelebt und besprochen werden können.

Bilder: „Tobe“-Raum (links oben & unten) und Elternkaffee & Gruppenraum (oben / unten)

Mittlerweile betreut diese Initiative 34 Kinder und Jugendliche sowie 16 Elternteile, die in sogenannten Elternkaffees ebenfalls Unterstützung finden. Platz für mehr Kinder und Jugendliche wird aktuell mit weiteren Räumen im Dresdner Stadtteil Seidnitz geschaffen.

Das finale Ziel der Initiative ist es den Kindern und Jugendlichen während der Verarbeitung der Trauer am Ende positive Erinnerungen mitzugeben und ein Leben nach dem Verlust aufzuzeigen.

Neben der finanziellen Unterstützung freut sich das Lacrima Team auch über die Verbreitung dieser Initiative, da nicht alle Trauernden von einem solchem Angebot wissen.

Niedermühle – Historische Wassermühle

Die Niedermühle Hirschgrund ist eine der letzten, noch ursprünglich erhaltenen Holzverarbeitungsmühlen in der Sächsischen Schweiz in der Gemeinde Reinhardtsdorf-Schöna. Einst gab es 10 Wassermühlen am Hirschgrund, wobei die Niedermühle nun die letzte erhaltene Mühle darstellt und zudem das größte erhaltene Wasserrad in Sachsen mit einer Breite von 0,80 m und einem Durchmesser von 8,20 m besitzt. Die 1854 erbaute Niedermühle wird von den Brüdern Christoph und Jürgen Büttner betreut und erhalten, was nach dem Unwetter im Juli 2021 mit einem teilweisen Wiederaufbau verbunden ist.

 

Bild: Niedermühle Hirschgrund

Nach dem Sturmtief "Bernd" (am 17.07.2021 gewütet) sind gewaltige Schäden entstanden. Beim Hochwasser am 17. Juli 2021 brach die 15 m hohe Stützmauer unterhalb der Mühle und ein Stützpfeiler des Gebäudes weg. Die gröbsten Schäden am Fundament sind heute provisorisch gesichert. Für den Wiederaufbau benötigt die Niedermühle jede Unterstützung, sei es finanziell oder in Arbeitskraft. Hierfür suchen die Gebrüder Büttner tatkräftige Helfer.

Wie wir bei unserem Besuch feststellen konnten ist das teilweise erheblich zerstörte Bachbett im Hirschgrund bis heute nicht beräumt und gesichert. Dieser Zustand stellt für die Bewohner des Hirschgrundes, aber auch für die darunter liegende Bahnstrecke nach Prag bei neuerlichen Unwettern eine erhebliche Gefahr dar.

 

Bilder: Schäden nach dem Unwetter (links) und Geröll nach dem Unwetter in der Elbe (rechts)